Eger ist eine der schönsten alten, an Denkmälern reichen Städte Ungarns im Tal zwischen dem Mátra- und Bükkgebirge fließenden Egerbaches liegt sie am linken Fuße des sich hinziehenden Hügelgebietes des Bükks. Die Entstehung ihres genauen Namens wissen wir auch jetzt noch nicht. Es besteht die Annahme, daß sie ihren Namen von dem einstigen an den Ufern des Egerbaches in Reichtum wachsenden "Egerbaums" (Erlenbaum) gewonnen hat. Die Erklärung sieht sich als richtig an, da der Name der Stadt die alte Naturumgebung wiederspiegelt, bzw. ihr bedeutendestes Gewächs, der in sumpfigen Gebieten reich wachsende Erlenbaum, der seitdem ausgestorben ist. Diese Feststellung bestärkt auch die deutsche Benennung der Stadt, Erlau = Erlen-au(Erlenbauminsel). Es gibt auch solch eine Theorie, daß der Name Eger aus dem lateinischen Wort ager (Erde) stammt. Da diese Anschauung verteten wird, gehen wir davon aus, daß laut neueren Forschungen im XI-XII. Jahrhundert sogenannte Lateiner orginale vallon Ansiedler in den genannten Jahrhunderten nach Eger und in seine Umgebung zogen.
Das Becken von Eger und dies umziehende gebirgige Gegend war immer sehr geeignet zum Niederlassen der Menschen. Dafür zeugen die an die Oberfläche gekommenen archäologischen Fünde, welche von der Urzeit an jede Epoche vertreten.
Archäologische Fünde bezeugen, daß die erste Nation des landnehmenden Ungarntums zu Beginn des X. Jahrhunderts das Gebiet Egers besetzte. Dafür zeugen die mit arabischem Geld datierten Männergräber der Streitkräfte an der Stadtgrenze in Almagyar und Répastetõ. Fünde der Landnahme kamen am Ende des vorigen Jahrhunderts auch in der Gegend um das Schönfrauental zum Vorschein.
Die Entstehung Egers fällt in Wirklichkeit auf den Zeitpunkt des staatlichen und kirchlichen Wirkens unseres ersten Königs, des Heiligen Stefans. Unser erster König brachte noch vor 1009 das eine der zehn Bischofstümer hier zustande. Das bezeugen auch archäologische Fünde. Es kamen nicht nur menschliche Knochenreste aus dem XI. Jahrhundert zum Vorschein, sondern es kam auch an die Oberfläche eine Rundkirche sowie die Reste eines kleineren Palastes. Die archäologischen Aufdeckungen bekräftigen diese frühere Überlieferung, daß unser erster König wirklich das Erbauen des Doms von Eger von einer von ihm nördlich liegenden Erhöhung, später Königsstuhl genannt, angesehen hat.
Die Ortschaft nahm als Bischofssitz schon in dem frühen Mittelalter einen bedeutenden Platz in der Reihe der ungarischen Städte ein. Die natürlichen Gegebenheiten der Umgebung, das Treffen des Tieflandes und der Berggegend haben das Zustandebringen einer wirtschaftlichen und kulturellen Verbindung zwischen den verschiedenen Landesteilen möglich gemacht.
Diese Entwicklung hielt vorübergehend der Tatarenzug im Jahre 1241 auf, als auch unter dem Bistum des Kilit II. die Stadt zerstört und angebrannt wurde.
Nach dem Abzug der Tataren begann aber bald das leben. Lambert, der Bischof von Eger, bekam, sicher auf grund der Erfahrungen des Tatarenzuges hin, von König Béla IV. die Genehmigung zum Bauen einer Steinburg. Die fast ganz vernichtete Stadt ist so auferstanden und erreichte im XIV-XV. Jahrhundert des Höchstpunkt ihrer mittelalterlichen Entwicklung. In diesem Zeitraum wurde der größte Teil der bis an den Stadtrand reichenden Wälder ausgerottet und an ihrer Stelle Wein angebaut. In der Siedlung wurden immer mehr bürgerliche Häuser gebaut. Es entstanden in die Burg und in die nördlichen Bergbaustädte führende Straßen, den alten Wasserfluß folgend, innenstädtische, auch heute kurvenreiche Nebenstraßen.Die verschiedenen Umgebungssiedlungen, z.B. Almagyar, Czigléd usw. wurden mit Eger zusammengebaut.
Die Herrschaft König Matthias (1458-1490) brachte neue Entwicklung im Leben der Stadt. Bischof Bekensloer János baute den Bischofspalast, im gotischen Stil innerhalb der Burg um, welcher auch zur Zeit zu sehen ist. Die Bauarbeiten führten die Bischöfe Dóczy Orbán, später Bakócz Tamás fort. Mit ihrem namen ist der spätere gotische Umbau des Domes innerhalb der Burg verbunden. Nach dem Tod König Matthias zur Zeit Bischofs Hypolits wurde das vor kurzem erneuerte so genannte Hypolit Tor gebaut. Nach der Gefahr von Mohács, nach 1526 kam auch in das Leben von Eger eine traurige Zeit. Zur Zeit des doppelten Königreichs tauschte die Stadt fast jährlich ihren Herrn, und auch der Türke kam näher. Diese Tatsache machte die Verstärkung der Burg nötig. Im Herbst 1552 gelang es dem Burgkapitän Dobó István und der Handvoll Kampfvolk die Burg zu verteidigen, dadurch sogar auch Nordungarn vor dem sich ausbreitenden türkischen Reich. Dem Kampf von 1552 stellte Gárdonyi Géza ein ewiges Andenken in dem unsterblichen Roman mit dem Titel "Sterne von Eger", welche in zahlreiche Sprachen der Welt übersetzt wurde.
Obwohl Dobó und seine Soldaten die Burg verteidigt haben, ist sie unter dem Ansturm vollkommen kaputt gegangen, deshalb wurde ihr vollkommener Umbau notwendig. In den Jahren 1553 bis 1596 ging auf grund der Pläne ausgezeichneter italienischer Kampfingeneure der Neubau der Innen- und Außenburg vonstatten. Eine interessante Episode in der Geschichte der Burg ist, daß ab April 1578 einige Jahre hindurch hier unser Dichter, Balassi Bálint, mit europäischer Berühmtheit.
Während es Dobó und seinen Soldaten 1552 gelang die Burg zu verteidigen, haben bis 1596 die unter der Führung des damaligen Kapitäns stehenden fremden Söldner dies aufgegeben. So wurde in Eger 91 Jahre lang der Türke der Herr. Die Erinnerung an die Türkenherrschaft bewahrt das Ende des XVII. Jahrhunderts gebaute schlanke Minarett, welches das am meisten nördlich zu findende Bauwerk der ehemaligen osmanischen Weltmacht. In der Zeit der türkischen Frönung war Eger ein mehrere Sandschaks in sich beinhaltendes türkisches Gebiet, es wurde der Vilajet-Sitz.
Eger kam im Dezember 1687 frei von der türkischen Herrschaft. Zwar geschah die Rückeroberung nicht mit Ansturm, sondern mit Aushungerung, die Stadt kam in einen vollkommen heruntergekommenen Zustand. In den mit Mauern umgebenen Gebieten waren laut der damaligen Aufzeichnungen insgesamt 413 Häuser bewohnbar, und auch in diesen wohnten vor allem zurückgebliebene türkische Familien.
Nach dem Zurückschlagen der Türken wurde die befreite Stadt als Schatzkammerbesitztum der kaiserlichen Regierung betrachtet. Lipót I. ernannte Eger 1688 als freie königliche Stadt. Das bedeutete, daß sie von der Last der kirchlichen Landesherrschaft befreit wurde. Der freie königliche Stadtzustand hielt aber nur bis 1695 an, weil der zurückkehrende Bischof Fenessy György von dem Herrn das frühere Bischofsstadtrecht zurückbekam.
In der Zeit des Rákóczi Freiheitskampfes von 1903 bis 1711 war die Stadt das Zentrum des befreiten Landesteiles. Fürst Rákóczi Ferenc II. hielt sich mehmals in den Wänden der Ortschaft auf, und hier war sein Hauptkriegssitz. Unbedingt müssen wir daran erinnern, daß im Jahre 1705 in Eger datiert wurde, obwohl wegen Fehlens einer Druckerei nicht hier die erste ungarische Zeitung, die Mercurius Veridicust (Wahrheitssagender Merkurius) gedruckt wurde. 1709 traf sich in der Stadt der führende Fürst mit Ukranciew, dem Botschafter Zar Peter I. Der Botschafter ist übrigens in unserer Stadt verstorben und er wurde in der Nähe der Raizenkirche (Serbische Kirche) begraben
Im Leben Egers war das XVIII. Jahrhundert die Zeit des Aufblühens , des Aufschwungs. Die Bischöfe von Eger, besonders bezüglich Barkóczy Ferenc und Eszterházy Károly, haben in Eger das noch heute zu sehende Barokkstadtbild ausgebildet. Unter den Barokkgebäuden der Stadt ist das Sehenswerteste: das Lyzeum (heute das Hauptgebäude der Pädagogischen Hochschule Eszterházy Károly), die Minoritenkirche, der kleine Propstpalast, der große Propstpalast (heute Komitatsbibliothek), das Burgkomitatshaus, darin die beiden herrlichen schmiedeeisernen Tore von Fazola Henrik, und die serbische serbische (Raizen) Kirche. Die Bauarbeiten zogen viele Handwerker, Händler, Künstler, unter ihnen solche Größen wie Kracker János Lukács, Anton Maulberts, Franz Sigrist, Josef Gerl, Fellner Jakab, Fazola Henrik, in die Stadt. Die Anzahl der Einwohner stieg sprunghaft an. Obwohl 1688 es nur 1200 Einwohner waren, waren es 1787 schon mehr als 17.000. Damals war Eger bezüglich seiner Einwohnerzahl die sechste Stadt des Landes. Da erreichte auch die Weinkultur ihr blühendes Alter. Das Weinanbaugebiet erhöhte sich in der Ortschaft auf mehr als das 12-fache.
Im Leben Egers ist das XVIII. Jahrhundert auch deshalb wichtig, weil Barkóczy, dann auf seinen Spuren Bischof Eszerházy nach dem Muster von Nagyszombat und Wien in Eger eine Universität bauen lassen wollten. Die oberstufigen Institute waren in Eger schon vorrangig, da 1700 der an der Seite Rákóczi Ferenc II. stehende Bischof Telekessy István ein Pastoreninstitut zustande brachte, 1740 gründete Kanonikus Foglár György eine Schule für Recht, 1754 brachte Bischof Barkóczy eine Pfilosophieschule zustande. 1769 wurde unter der Leitung von Markot Ferenc die erste Schule für Ärzte eröffnet, welche bis 1775 bestand. Leider konnte aber die Universität infolge des Willens ihrer Herren nicht eröffnet werden. In dem Gebäude das für die Universität geplant war, befindet sich heute die hauptkirchliche Bibliothek, die schönste Barokkbibliothek Ungarns, und das in Europa an zweiter Stelle zustande gebrachte astronomische Museum mit seinen orginalen Einrichtungen. Nur der Interesse halber bemerken wir, daß von 1946 bis 1948 ein Versuch zur Gründung einer Universität in Eger geschehen ist, aber das konnte auch da nicht verwirklicht werden
1804 geschah eine gewaltige Veränderung in der Organisation des Bischofstums von Eger. Der Herrscher erhob Eger zum Erzbischofssitz, aber das Bischofstum von Kassa und Szatmár wurde abgeteilt.
Das sich von 1825 bis 1848 ausbreitende ungarische Reformzeitalter ließ auch im leben von Eger bleibende Spuren, vor allem bezüglich der Kultur. Pyrker László János, der damalige Erzbischof, brachte eine Bildergalerie zustande, welche er 1844 dem Ungarischen Nationalmuseum schenkte, da die Stadt keinen zusagenden Platz dafür sicherte. Das Geschenk Pylkers bildete in der Hauptsache die Grundlage für den Stoff des 1900 eröffneten Museums der Schönen Könste. An den Namen Pylkers knüpft sich noch das Zustandebringen der ersten Lehrerbildung der ungarischen Sprache der Stadt im Jahre 1928, sowie die im neoklassischen Stil gebaute Basilika, von Hild József, Ungarns zweitgrößter Dom. 1837 brachte der Zeichenlehrer Joó János die erste Zeitschrift mit technischem Stil mit dem Titel "Héti Lapok" in Ungarn in Bewegung.
Die Errungenschaften der Revolution und des Freiheitskampfes von 1848-49 bildend wurde Eger 1854 von der wirtschaftlichen Macht der Kirche befreit, da die Stadt für 50.000 Forint die None und die Taxenzahlung löste.
Die Entwicklung der Bürger Egers verschnellte sich von anderen Städten abweisend nach dem Ausgleich 1849 bzw. 1877 nicht. Sie konnte sich nicht in die Hauptlinie der Eisenbahn eingliedern. Nur die schon zur Reformzeit entstandene Mühle, die Tabakfabrik und die Blechwarenfabrik vertraten den industriellen Fortschritt.
In den die Jahrhundertwende folgenden Jahrzehnten dominierte die Bedeutung der Schulstadt in Eger. Wegen seiner schulischen und anderen kulturellen Instutute wurde es auch das ungarische Athen genannt.
Anfang des Jahrhunderts im Jahre 1904 eröffnete Eger sein selbständiges Steintheater, beginnt die Kanalisierung der Ortschaft. In Ungarn bekam 1933 Eger als Eine unter den Ersten die Erlaubnis zum Heilbad.
In den 1945 folgenden Jahrzehnten begann infolge der Veränderung des Gesellschaftssystems die Industrialisierung der Stadt, infolge welcher die Bedeutung des früheren kulturellen Zentrums verblaßte, welche Tatsache die frühere archaische Stimmung der Ortschaft verringerte.
Zu ihrem Glück wurde 1968 die barokke Innenstadt als geschützt erklärt, und dadurch wurde sie abweichend von mehreren anderen Städten vor der Vernichtung geschont, und vor dem Einbauen der nicht dorthin gehörenden modernen Gebäude. 1978 wurde die Ortschaft für ihre ausgezeichnete Arbeit im örtlichen Denkmalsschutz mit dem Hild-Orden ausgezeichnet. Die Tätigkeit der Stadtschützer bedeutet Anerkennung, damit, daß der ungarische Sitz der ICOMOS (Kommission der historischen Städte und Mauern) nach Eger kam.
In Verbindung der Schilderung der Geschichte Egers müssen wir, wenn auch nur kurz, über einige örtliche Spezialitäten sprechen. So eine ist der weltberühmte "Erlauer Stierblut", als ausgezeichnete Weinart, das seit der Mitte des XVIII. Jahrhunderts mit geringem Alkoholgehalt hergestellte sogenannte Egerwasser, das seit der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts und seit Anfang des XIX. Jahrhunderts hergestellte türkischer Herkunft entstammende sogenannte Üppige Leinen. Nicht stärker müssen wir an das radioaktivhaltige Wasser Egers erinnern, welches schon im Mittelalter die Badekultur von Eger hervorbrachte, in diesem Jahrhundert aber die Grundlage des vielgerühmten Schwimmsports.
Schließlich, was die Zukunft betrifft, wird seit der Änderung der Gesellschaftsordnung immer klarer, daß zur einstigen Vergangenheit der Stadt die ausrichtenden Entwicklungsregeln gefunden werden müssen. Diese sind: der Fremdenverkehr, die Weinkultur, sowie die Weiterentwicklung des kulturellen Lebens.
Der Hauptplatz der Stadt ist der Dobó Platz. Dieser war in früheren Zeiten der Marktplatz der Stadt. Auf dem Platz sind die Minoritenkirche und das Rathaus zu finden. Zwei Denkmalsgruppen sind auf dem Dobó Platz zu finden. An der Ostseite der Burg ist die Bronzstatue Dobó Istváns von Strobl Alajos aus dem Jahre l9o7 und vor dem Rathaus die Skulpturengruppe"Kämpfer der Grenzburg" von Kisfaludy Strobl Zsigmond aus dem Jahre l967 zu betrachten.
Die Minoritenkirche
(Dobó Platz)
Hauptdom
(Eszterházy Platz 2 )
An der Mündung der Hauptstraße, der Széchenyi Straße und dem ehemaligen Domkapitel, heute Kossuth Lajos Straße, auf der Anhöhe des Schmuckplatzes der Stadt, des Pyrker Platzes, steht der zur Ehrung der Evangelisten des heiligen Michaels und des heiligen Johannes geweihte Dom. Der zweitgrößte Dom des Landes ist die Basilika von Eger. Eger hat 1804 den Rang des Bischofs erhalten. Darauffolgend wurde sie auf die Bestellung des Bischofs von Eger, Pyrker János, hin auf Grund der Pläne von Hild János gebaut.
Die Zisterzienserkirche
An der Ecke der Széchenyi und Bródy Sándor Straße steht die ehemalige Zisterzienserkirche. An der Stelle der Kirche stand ursprünglich ein mohamedanisches Minarett. Das Grundstück bekamen die Jesuiten, die 1699 begannen ihr Ordenshaus und ihre Kirche zu bauen. Das Ordenshaus war 1727 erbaut, in der Kirche wurden ab 1733 Messen gehalten, aber vollkommen wurde sie erst viel später beendet. Der Jesuitenorden wurde 1773 aufgelöst, die Kirche kam in die Handhabung der Zisterziener.
Griechisch-Orthotoxe (Serbische) Kirche
Serbische Familien ließen sich in größerer Zahl zur Zeit der Türkenherrschaft in Eger nieder. Ab dem XVII.Jahrhundert benutzte die Augustinerordnung die mittelalterliche Kirche, welche anstelle der heutigen Kirche stand. Eine neue Kirche wurde erst viel später, am Ende des XVIII.Jahrhunderts gebaut, für welche die persönliche Erlaubnis des Joseph II. nötig war. Die Kirche entstand nach 1789 als wahres Wunderwerk die Ikonostase. Es ist interessant, daß dies die einzige Kirche ist, welche der Stadt ihren Rücken zeigt.
Die Burg Eger
König Stefan gründete 1009 das Bischofstum in Eger. Die in der ersten Zeit des Bischoftums gebaute Kirche ging beinahe spurlos zugrunde. Die Reste der am Ende des XII. Jahrhunderts gebauten neuen dreischiffigen Kirche im rumänischen Stil können auch heute noch besichtigt werden. Die derzeitige Burg wurde nach dem Tatarenzug gebaut und erlebte ihre Glanzzeit in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts; da wurde der Bischofspalast im gotischen Stil erbaut, welcher heute dem Burgmuseum Platz bietet. 1552 war Eger die Einzige, welche die Übermacht des Ansturms der Türken zurückschlagen konnte. Heute erwarten die burggeschichtliche Ausstellung, der Heldensaal, die Kasematten, die Bildergalerie, das Gefängnismuseum die Besucher. Neu sind der Ispotálykeller und die Münzerei.
Franziskanerkirche
(Kossuth Str. 14)
In der an Baudenkmälern reichen Kossuth Lajos Straße ist die Franziskanerkirche im Barokkstil zu finden. Ihr Grundstein wurde 1736 gelegt, ihr Meister war Giovanni Battista Carlone. Ihre Stirnseite und die zwei Türme wurden nach den Plänen von Nitsman János gebaut. Ihr Tor und die Statue Mater dolorosa schnitzte Giovanni Adami. Die Kirche ist vor allem wegen ihres Altars berühmt. Er ist die Schöpfung des Malers Kronewetter Pál und Bildhauers Steinhouser Antal. Das Ordenshaus wurde zwischen 1714 und 1749 erbaut, wo zum größten Teil noch immer die orginalen Zellentüren und Eisenbeschläge zu finden sind.
Komitatshaus
Das Komitatshaus wurde zwischen 1749 und 1756 nach den Plänen von Gerl Mátyás erbaut. Seine bedeutendste Sehenswürdigkeit sind die beiden schmiedeeisernen Tore, welche der aus Würzburg nach Eger kommmende Fazola Henrik anfertigte.
Pädagogische Hochschule Eszerházy Károly
Das Gebäude des Lyceums wurde von 1765 bis 1785 erbaut. Die Pläne fertigte Gerl József an, an welchen Fellner Jakab nur wenig Veränderung vornahm als er die Leitung der Bauarbeiten übernahm. Laut den Plänen hätte das Gebäude einer Universität mit vier Fakultäten ein zu Hause zu geben, aber ihre Eröffnung genehmigte nicht Maria Teresia und auch Joseph II. nicht. Im Gebäude wurde so Theologie, Recht und Pädagogik unterrichtet. Im Gebäude wirkt zur Zeit die Pädagogische Hochschule Eszterházy Károly, sowie auch die hauptkirchliche Bibliothek bekam in dem ehemaligen Gebäude Platz.
Weinkeller des Schönfrauentales
Der klassische Platz der weltbekannten berühmten Egerweine ist das Schönfrauental. Der beim Spaziergang der Stadtbesichtigung ermüdete Besucher kann in dem einen der in den Fuß der Hügel gegrabenen Keller einkehren, um sich auszuruhen. Die Keller wurden in das Rhyolithtuffgestein gegraben und die Wände bedeckt edler Schimmel. Die sogenannte Alte Reihe des Tales kam im XVIII. Jahrhundert zur Entstehung, aber die ersten Keller wurden wahrscheinlich noch früher gebildet.
Bischofsgarten
Das Eigentum des Bischofs von Eger war der Garten, der wesentlich größer als sein jetziger Ausmaß war. Den Garten hat Erdödy Gábor zwischen 173o und 1735 gebaut und wurde 1769 eingezäumt. Das Schmucktor in der Klapka Straße steht auch jetzt noch. Das ist ein zweiflüliges Tor mit einem Eingang für Fußgänger in der Mitte, es wurde nach den Plänen von Francz József gebaut, das Gitter stellte Fazola Henrik her. Der Garten ist nach französischer Anordnung angelegt, darin sind mehrere jahrhundertalte Platanenbäume zu finden.